Kaspar Sutter

Grossrat Basel-Stadt

Für die Vereinbarkeit von Familie und Politik

22. November 2018 von Kaspar Sutter | Kommentare deaktiviert für Für die Vereinbarkeit von Familie und Politik

Vereinbarkeit Familie Politik

Licia Ronzulli von Berlusconis Partei mit Tochter im Europäischen Parlament

Als Politiker setze ich mich ein für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Und genau gleich fordere ich auch die Vereinbarkeit von Familie und Politik.

Gestern hat der Grossratspräsident ein Baby aus dem Grossratssaal verwiesen und es der Mutter damit verunmöglicht an der Abstimmung teilzunehmen. Nach Protesten aus dem Saal nahm er diesen Entscheid zurück und sagte später, der Entscheid sei ungeschickt gewesen.

Es ist meine volle Überzeugung, dass auch junge Eltern in den Parlamenten vertreten sein sollen. Sie müssen dabei die Möglichkeit haben, all ihre Rechte und Pflichten wahrzunehmen und dies mit möglichst wenig Erschwernissen.

Eine Möglichkeit wäre für die Elternzeit eine Stellvertretungs-Regel einzuführen, so wie dies im Anzug von Barbara Wegmann gefordert wird. Diese gibt es aber heute nicht. So müssen die Eltern die Kinderbetreuung und das Stillen an den Grossratstagen organisieren. Dies ist nicht immer einfach. Und so sollte es kein Problem sein, dass man ein Baby in den Ratssaal nimmt, insbesondere wenn es schlafend oder ruhig ist. Und nein, dazu ist nicht eine Bewilligung durch den Grossratspräsidenten einzuholen.

Unerklärlich sind für mich all die Männer-Kommentare die aus der Ferne zu wissen meinen, dass dies nicht gut sei fürs Baby. Diesen Entscheid dürfen sie getrost den Eltern überlassen.

Und nein, es braucht keine neue Regulierung und Paragraphen. Die Grossrätin ist demokratisch gewählt und repräsentiert ihre WählerInnen. Bei einem Ausschluss ist dieser demokratische Wille nicht gewährleistet. Zudem ist die Beziehung Mutter und Kind bei einem Säugling besonders schützenswert. Ein Reglement, welches übrigens nur vom Ratsbüro erlassen wurde und die Ordnung im Ratssaal gewährleisten soll, kann diese obengenannten Interessen nicht aushebeln, insbesondere nicht, wenn die Ordnung im Ratssaal durch das schlafende Baby zu keinem Zeitpunkt gestört wurde.

Erklärung zum Bild ist hier zu finden.

Mein Weg zurück in die aktive Politik

20. August 2016 von Kaspar Sutter | Keine Kommentare

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Viele Menschen haben gestaunt über meinen Entscheid, für den Grossen Rat zu kandidieren und meine Bereitschaft bei einer Wahl, meinen Job als Generalsekretär im Finanzdepartement zu beenden.
Es ist klar, Generalsekretär und Grossrat, das geht nicht gleichzeitig, weder vom Gesetz her und auch nicht von meinem Verständnis der beiden Rollen.
Der Entscheid ist mir nicht ganz leicht gefallen, denn ich bin sehr zufrieden in meinem Job. Ich habe ein tolles Team und eine hochkompetente Chefin. Die Aufgaben und Themen sind sehr vielseitig und spannend. Ich kann meinen Beitrag leisten für ein lebenswertes Basel, welches seine öffentlichen Leistungen finanzieren kann und die notwendigen Investitionen tätigt.
Wer mich aber kennt weiss auch, wie wichtig mir die Politik ist. Gerechtigkeit, Weltoffenheit und die Bewahrung unserer Umwelt sind mir seit meiner Jugend enorm wichtig. So wurde ich bereits mit 20 Jahren in den Einwohnerrat von Allschwil gewählt und ich arbeitete mit 23 für die sozialdemokratische Fraktion im Europäischen Parlament in Brüssel. Als Demokrat habe ich einen grossen Respekt vor dem Parlament. Dort werden die wichtigen und grundsätzlichen Entscheide unserer Stadt und unseres Kantons gefällt. Ich möchte im Grossen Rat einstehen für meine Werte einer gerechten, weltoffenen und ökologischen Gesellschaft. Diese werde ich offen und argumentativ vertreten und ich freue mich auf die Debatte und Auseinandersetzung mit politisch anders Denkenden. Eine Wahl würde mich deshalb sehr freuen. Der folgenden beruflichen Neuorientierung schaue ich mit Neugierde und Offenheit entgegen.