Kaspar Sutter

Grossrat Basel-Stadt

6. September 2018
von Kaspar Sutter
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Bundesbeschluss Velo – die normalste Sache der Welt

Als Stadtmenschen kennen wir das Velo aus unserer alltäglichen Mobilität: Wir kommen sehr rasch und günstig an alle Orte der Stadt. Velofahren ist eine äusserst stadtverträgliche Fortbewegungsart, denn sie hat tiefe Infrastrukturkosten, macht keinen Lärm, verursacht auch keine anderen Emissionen … Weiterlesen

Kaphaltestellen sicherer machen

10. Juli 2018 von Kaspar Sutter | Keine Kommentare

Kaphaltestellen Basel BVBAn immer mehr Orten der Stadt entstehen Kaphaltestellen für die Basler Drämmli. Für Velofahrende sind diese Haltekanten viel zu hoch (27cm) und viel zu nahe an den Schienen, die Haltstellen werde damit zu einem gefährlichen Spiessrutenlauf. So ist es auch schon zu gefährlichen Stürzen an diesen Stellen gekommen.

Kaphaltestellen für den barrierefreien Einstieg

Noch an vielen weiteren Tramstationen sollen Kaphaltestellen entstehen, dies als eine Variante um die Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) zu erfüllen. Kaphaltestellen sind platzsparend und gut für das barrierefreie Einsteigen. Die Haltekante muss aber nur deshalb so nahe an die Schienen gebaut werden, weil man es verpasst hat, bei der Anschaffung der Tango- und Flexity-Drämmlikompositionen mit ausfahrbaren Schiebetritten zu bestellen. Diese hätten den horizontalen Abstand von der Bordsteinkante zur Schiene entscheidend vergrössert, so wie dies in der Stadt Bern der Fall ist.

 

 

Für Velofahrende in der Region Basel sind Kaphaltestellen deshalb gefährlich und äusserst unangenehm. Der Abstand zwischen Schiene und Haltekante des Trams ist für ein gefahrloses Fahren zu schmal, insbesondere für weniger geübte Velofahrende. Um als Alternative in die Mitte der Schienen zu gelangen, ist eine Schienenquerung im spitzen Winkel nötig. Das birgt die Gefahr, mit dem Velorad in der Schienenrille hängen zu bleiben, was zu Unfällen führen kann. Auch das Fahren mit Velo-Anhänger entlang einer Kaphaltestelle ist äusserst anspruchsvoll.

Industrie arbeitet an einer Schiene mit Gummifüllung

Um die negativen Auswirkungen für Velofahrende zu reduzieren und die Kaphaltestellen sicherer zu machen, arbeitet die Bahnzulieferindustrie an einem Schienentyp mit Gummiprofilfüllung, welcher von Velofahrenden gefahrlos überquert werden kann. Velos fahren drüber, ohne dass sich der Gummi bewegt. Kommt ein Tram, wird der Gummi durch das Gewicht nach unten gedrückt. Im Jahr 2013 fand in Zürich ein entsprechender Pilotversuch statt, der für Velos optimale Resultate zeigte. Die verwendete Konstruktion war aber noch zu wenig ausgereift. In der Zwischenzeit haben die Hersteller das System weiterentwickelt: Bei gleich gutem Nutzen für die Velofahrenden soll der Verschleiss des Gummiprofils deutlich geringer sein.

BVB Basel Kaphaltestellen

Kaphaltestelle Kirschgarten

Vorstoss für eine Pilot-Haltstelle eingereicht

Um diesen Innovationsprozess voranzutreiben habe ich mich gemeinsam mit pro velo und dem VCS der Sache angenommen und wir haben uns mehrmals mit Behörden, der BVB und der Schienenbauindustrie getroffen. In der Folge habe ich nun einen Vorstoss eingereicht, der den Regierungsrat auffordert, möglichst bald und gemeinsam mit der BVB bei einem geplanten Kaphaltestellen-Bau ein Pilotversuch mit velosicheren Tramgleisen zu realisieren. Dieser Vorstoss ist breit abgestützt und wurde von GrossrätInnen aus SP, GB, LDP, GLP, CVP und FDP mitunterzeichnet. Auch die BVB ist stark interessiert, diesen Pilot zu realisieren um die Situation für Velofahrende verbessern zu können. Mit diesem Pilotversuch sollen die technische Machbarkeit sowie die finanziellen Auswirkungen der Investition, der Wartung und des Unterhalts untersucht werden. Sollte dieser Pilot erfolgreich sein, werden wir diese Schienen bei allen neuen Kaphaltestellen zwingend einfordern.

Medienberichterstattung

BVb Kaphaltestellen Basel Velo

Basler Zeitung vom 11. Juli 2018

Basel Regionaljournal

Regionaljournal Basel vom 11. Juli 2018

 

Den 8er beschleunigen

22. Mai 2017 von Kaspar Sutter | Keine Kommentare

 

Kaspar Sutter Grossrat Centralbahnplatz Tram 8

Den 8er beschleunigen (Bild: BVB)

Wollten Sie auch schon mal mit dem 8er zum Bahnhof SBB fahren und dann standen Sie vor dem Bahnhof und das Tram konnte nicht auf sein Haltegleis einfahren? Um dieses unnötige Warten zu verhindern, fordere ich in meinem Anzug den Regierungsrat auf, die Gleisbelegung am Centralbahnplatz zu ändern.

Unnötiges Kreuzen am Centralbahnplatz

Die Tramlinie 8 war und ist immer wieder von Verspätungen betroffen. Dank ergriffenen Massnahmen konnten diese teilweise behoben werden. Neben der Stausituation in Weil am Rhein ist aber nach wie vor die Einfahrt in den Centralbahnplatz ein Ärgernis und ein Grund für Verspätungen. Die Ursache liegt in der unlogischen Gleisbelegung, welche sofort geändert werden könnte. Obwohl die Tramlinien 8, 10 und 11 nach dem Halt alle auf dem gleichen Gleis Richtung Aeschenplatz weiterfahren, werden die Tramlinien heute bei der Einfahrt in die Haltestelle zu einer unnötigen Kreuzung gezwungen indem das 8er Tram auf dem hintersten Gleis F gleich beim Hotel Schweizerhof hält und die von dieser Seite kommenden Trams 10 und 11 den 8er kreuzen und auf dem zweithintersten Gleis E halten. Diese Anordnung führt zu einer überflüssigen und vermeidbaren Kreuzung der Tramlinien. Aufgrund des geltenden Rechtsvortritts führt diese Regelung dazu, dass der 8er vor der Einfahrt oft warten muss, obwohl sein Haltegleis leer steht. Unangenehm ist zudem, dass die beiden äussersten Perrons über keine Fahrgastunterstände verfügen und die wartenden Fahrgäste bei Regen nicht geschützt sind. Deshalb soll der Regierungsrat prüfen, ob auch auf dem ersten und hintersten Gleis ein Fahrgastunterstand errichtet werden kann.

Meinen Anzug im Wortlaut finden Sie hier.

6. Mai 2017
von Kaspar Sutter
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Der Veloring verbindet Basel

In zwei Wochen stimmen wir über den Veloring ab. Dieser verbindet die Basler Quartiere miteinander und ist Teil des Basler Velonetzes. Um zu sehen, welche Orte durch den Veloring verbunden werden, habe ich gestern mein Velo gepackt und bin die … Weiterlesen

Gespaltene FDP schadet dem Rheintunnel

18. Oktober 2016 von Kaspar Sutter | Keine Kommentare

autobahnenDer Rheintunnel ist auf gutem Weg: Der Bund und die Regierungen von BS und BL sind sich einig, in der Region Basel braucht es bei der Osttangente eine Kapazitätserweiterung. Regelmässig staut sich der Verkehr auf der A2 und der Verkehr weicht auf die untergeordneten Strassen in Basel und Birsfelden aus. Der Rheintunnel würde die Osttangente entlasten und damit auch einen grossen Beitrag gegen den Verkehrslärm leisten. Die rot-grüne Regierung hat erfolgreich erreicht, dass das Projekt unter den Boden verlegt wurde, denn klar ist, dass eine solche Kapazitätserweiterung mitten durch eine Stadt im 21. Jahrhundert nicht oberirdisch erfolgen kann. Das Astra ist zurzeit an den Planungsarbeiten für den Rheintunnel und hat Ingenieurmandate im Umfang von 20 Mio. Franken vergeben.

Gestern wurde in den Medien beklagt, dass sich die Realisierung des Rheintunnels zeitlich verzögere. Die Antwort kann nur eine sein: Die Region muss nun mit vereinten Kräften dafür einstehen, dass der Rheintunnel möglichst rasch erstellt und durch den Bund finanziert wird. Auch die FDP hat sich per Medienmitteilung gäussert und eine rasche Realisierung des Rheintunnels gefordet. Anstatt die Regierung zu kritisieren würde die FDP aber lieber ihre Partei-Exponenten in der Region von der Wichtigkeit des Rheintunnels überzeugen.

Denn gestern erschien auch das Baz-Interview mit Christof Hiltmann, FDP-Gemeindepräsident von Birsfelden. Er zweifle stark am Kosten-Nutzen-Verhältnis des Rheintunnels und sei der Meinung, dass es sinnvollere Lösungen gäbe. Seine Alternative sind die Umfahrung Allschwil, der Tunnel unter Binningen und der Gundelitunnel. Zur Erinnerung: Während die Umfahrung Allschwil geplant wird, ist der Rest des Projekts am 8. November 2015 vom Baselbieter Stimmvolk mit 61% Nein-Stimmen zurückgewiesen worden. Das Baselbieter Volk lehnte die notwendigen Anpassungen des Kantonalen Richtplans (KRIP) und die finanziellen Mittel für die Planung und Projektierung der Stossrichtung Ausbau ab.

Statt sich vereint für den Rheintunnel einzusetzen, möchte Christof Hiltmann also wieder über Alternativvarianten diskutieren. Eine bereits laufende Planung beim Bund soll abgebrochen werden. Damit läuft die Region wieder Gefahr, sich zu entzweien, viel Zeit zu verlieren und Birsfelden damit noch länger im Stau stehen zu lassen. Den gleichen Fehler hat die Region bereits beim Herzstück vollbracht, als im Landrat die Streckenvariante nochmals in Frage gestellt wurde. Hätte die Region damals diese zwei Jahre nicht verloren, wäre das S-Bahn Herzstück heute bereits einen entscheidenden Schritt weiter beim Kampf um die entsprechenden Bundesmittel.